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Wasserproben mikrobiologisch

Legionellen

Legionellen

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Legionellen sind stäbchenförmige Bakterien die Wasser als Lebensraum nutzen. Sie kommen in fast allen Süßwässern vor, in Seen, Flüssen oder gar in Pfützen. Sie sind ein natürlichen Bestandteil des Wassers.

Man unterscheidet heute mehr als 35 verschiedene Arten mit ca. 50 Untergruppen. Einige können beim Menschen Erkrankungen auslösen die sogar tödlich enden.

Besonders gefährlich ist die „Legionella pneumophilla Serogruppe 1 Subtyp Pontiac“.

Sie werden durch sogenannte Aerosole (feine Wassertröpfchen) beim Duschen oder durch Klimaanlagen in die Atemwege eingeatmet wo sie schwere Erkrankungen (Legionellose) auslösen können.

Gefählich wird es dann, wenn die Legionellen in der Hausinstallation Wassertemperaturen zwischen 25 °C und 50 °C vorfinden. Das sind die idealen Temperaturen für Legionellen um sich zu vermehren.

Das heißt: Der Mensch ist der ideale Brutkasten, da er eine Körper Temperatur von 37 °C hat und somit den Legionelle einen idealen Lebensraum bietet.

Der Befall der Legionellen wird in Koloniebildende Einheiten pro 100ml Wasser ( KBE/100ml ) angegeben.

Unter 100 KBE/100ml besteht kein Handlungs Bedarf. (sehr bedenklich)
Über 100 KBE/100ml
  • Überschreitung des Technischen Maßnahmewertes
  • Meldung an das zuständige Gesundheitsamt
  • Verpflichtung, des Betreibers der Anlage, innerhalb der nächsten 4 Wochen Maßnahmen gemäß §16 Abs. 7 TrinkwV durchführen zu lassen.
Über 1.000 KBE/100ml Sanierungsmaßnahmen kurzfristig beginnen
Über 10.000 KBE/100ml
  • Gefahrenwert
  • Unverzügliche Meldung an das zuständige Gesundheitsamt
  • Sofortiges Duschverbot !!! oder Endständige Filter verwenden (max. 70 Tage)

Pseudomonas

Pseudomonas

 

 

Pseudomonas aeruginosa ist ein bewegliches Stäbchenbakterium, das sich durch äußerst geringe Nährstoffansprüche und Vermehrungsfähigkeit von Temperaturen unterhalb von 15 °C auszeichnet.

Sie können daher alle Wässer einschließlich Trinkwasser, kalt und warm, besiedeln. Das heißt man findet das Bakterium überall dort, wo Feuchtigkeit und genügend Sauerstoff vorhanden sind, unter anderem in Waschbecken ,Bäder, Beatmungsgeräte, Inkubatoren, Zahnarztstühlen, Achselhöhlen, Leistenbeugen usw.

Pseudomonas aeruginosa hat die Eigenschaft sich an schwierige Lebensräume anzupassen und darin zu verweilen. Es ist in der Lage, so genannte ökologische Nischen zu bevölkern, in denen Nährstoffe und sonstige Lebensbedingungen für andere Bakterien nicht ausreichend sind. Pseudomonas aeruginosa ist ein ausgezeichneter Produzent von Biofilmen. Gegen Chlor zeigt das Bakterium eine relativ hohe Resistenz. Auch die meisten Antibiotika sind nicht in der Lage Pseudomonas aeruginosa effektiv zu beseitigen.

Pseudomonas aeruginosa ist sehr häufig an eitrigen Wundinfektionen beteiligt (Kennzeichen: grünlicher Eiter, typischer lindenblütenartiger Geruch (Gummibärchengeruch), die schlecht heilen (Enterokolitis, Menengitis, Otitis externa (Schwimmer Ohr) ). Auch Harn- und Atemwegsinfekte sind möglich.

Einmal in die Wunde gelangt, lässt er sich von anderen Entzündungskeimen in der Wunde nicht verdrängen, sondern erobert diese nach kurzer Zeit.

In der Lunge produziert Pseudomonas aeruginosa eine große Zahl an toxischen Proteinen, welche ausgeprägte Lungenzerstörungen nach sich ziehen können.

Es wurde nachgewiesen, dass bis zu 40% der Infektionen mit Pseudomonas aeruginosa im Krankenhaus mit einer Kontamination der Wasserleitungen in Verbindung gebracht werden. Hier zählt das Bakterium zu den häufigsten Erregern, meist mit tödlichem Verlauf.

 

Grenzwert laut Trinkwasserverordnung   0 KBE/100ml Trinkwasser

Coliforme Keime

Coliforme Keime

Als Coliforme Keime bezeichnet man lactosespaltende, anaerobe, stäbchenförmige Bakterien.

Dazu zählen unter anderem die Gattungen Citrobacter, Enterobacter, Escherichia und Klebsiella. Sie sind Indikator Organismen die auf eine Fäkale Belastung in der Trinkwasseraufbereitung und des Leitungsnetzes hinweisen.

Einige Stämme können Harnwegsinfekte, Hirnhautentzündungen und Atemwegsinfekte auslösen.

 

Grenzwert nach TrinkwV: 0/100ml Trinkwasser

 

Escherichia coli

Escherichia coli

Escherichia coli ( abgekürzt: E.coli ) auch Colibakterium genannt, ist ein Bakterium das im menschlichen und tierischen Darm vorkommt. Auf Grund dessen gilt es auch als Fäkalindikator.

Es zählt zu den häufigsten Verursachern von menschlichen Infektionskankheiten.

E.coli verursachen Harnwegsinfektionen und Hirnhautentzündungen hauptsächlich bei Neugeborenen. Es wird vermutet, dass E.coli Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa auslösen.

Weltweit sorgt E.coli für 160 Mio Durchfallerkrankungen und ca. 1 Mio Todesfälle pro Jahr.

In den meisten Fällen sind Kinder unter 5 Jahren betroffen.

Grenzwert nach TrinkwV: 0 KBE/100ml Trinkwasser

 

Koloniezahl

Koloniezahl 20°C und 36°C

Die Koloniezahl kann auch als koloniebildende Einheit (KBE) bezeichnet werden. Sie sagt aus, wie viele Kolonie bildende Bakterien sich im Trinkwasser befinden.

Die Koloniezahlen geben Aufschluss auf einen vorhandenen Biofilm, der sich auf der Rohrleitungsinnenseite befindet. Im Biofilm können sich viele gefährliche Keime und Bakterien ansiedeln, da der Biofilm ein großes Spektrum an Nährmittel bereithält.

Beispiele für häufig beteiligte Erreger sind Pseudomonas aeruginosa und Escherichia coli, die Wundinfektionen, bakterielle Endokarditis, Prostatitis, Paradontitis, Zahnkaries und chronische Mittelohrentzündungen hervorrufen können.

Grenzwert nach TrinkwV: 100KBE/ml

 

Clostridium perfringens

Clostridium perfringens

Clostridium perfringens ist ein stäbchenförmiges Bakterium das unter Luftabschluss lebt. Für seine Vermehrung liegt die optimale Umgebungstemperatur bei ca. 45°C.

Dieses Bakterium lebt im Erdboden, des weiteren auch in Lebensmitteln und im Wasser. Erfolgt die Versorgung einer Trinkwasseranlage über einen privaten Brunnen, muss dieses Eigenwasser regelmäßig untersucht werden, dass Clostridium perfringens nicht nachweisbar ist.

Der durch Clostridium perfringens verursachte Gasbrand gilt als schwerste Form der Wundinfektion ( Clostridien-Myositis). Die Infektion entwickelt sich meist nach Verletzungen bei der Gartenarbeit oder bei Bissverletzungen und hat eine Inkubationszeit von ca. 2 Tagen.

Aus der infizierten Wunde entleert sich häufig ein stinkendes, seröses Wundsekret. Erfolgt keine schnelle Behandlung, kann es durch einen toxischen Schock innerhalb weniger Stunden zum Tode des Infizierten kommen.

 

Grenzwert nach TrinkwV: 0/100ml

 

Enterokokken

Enterokokken sind Milchsäurebakterien, die in der Darmflora von Mensch und Tier vorkommen.

Im Trinkwasser deuten Sie auf eine fäkale Verunreinigung hin.

Entrokokken können Harnwegsinfekte, Eileiterentzündungen, septische Infektionen, Entzündungen der Herzinnenhaut und des Bauchfells, Abzesse und Wundinfektionen auslösen.

 

Grenzwert nach TrinkwV: 0 KBE/100ml